The Signal (2007)


Man konnte schon viel Positives über The Signal lesen, auch auf dem Fantasy Filmfest waren die Meinungen darüber fast durchweg positiv. Zeit also, dass ich mir dieses Horrorfilms angenommen habe - gute Horrorfilme sind schließlich inzwischen zur echten Mangelware geworden.

Nun, ich wurde wirklich überrascht - The Signal ist wahrlich kein Film, der in der Masse untergeht. Zwar ist die Geschichte mit einem (Fernseh-)Signal, das die Menschen beeinflusst nichts Neues, doch die Auswirkungen dieser Botschaft ergeben in The Signal schon ein neues eigenständiges Konzept, das zudem auch sehr gut funktioniert.

Menschen werden von Paranoia geplagt und dadurch mutieren sie zu blutrünstigen Bestien - nie kann man sicher sein, ob das Gegenüber vielleicht gerade seine dunkle Seite übermannt. Das schafft Atmosphäre.

Doch genau dieses Konzept ist auch schnell ausgereizt, was in der Mitte des Films dann leider für Stillstand und eine fade Spannungspause sorgt. In dieser Phase des Films wird vom Regisseur versucht, diesen auftretenden Mangel mit Humor zu überbrückend - nicht ganz passend - das ist aber sicher Geschmackssache. Doch das ist wirklich nur ein kleiner Mangel.

So gleicht dann der rote Faden des Films - die Suche des Hauptprotagonisten nach seiner geliebten Mya - einem Kreuzzug, auf dem alle menschlichen Abgründe deutlich zum Vorschein kommen. Das ist die Aussage des Films: Der Mensch ist schlecht, selbst wenn er seiner Liebe hinterherjagt. Das Thema erinnert wirklich an die Kreuzzüge - die Suche nach dem heiligen Gral war auch nicht weniger blutig und sie fand auch unter dem Deckmäntelchen der Kirche statt.

Die Optik des Films wirkt ein wenig billig - kein Wunder, denn die Produktionskosten von The Signal beliefen sich auch nur auf gerade mal 50.000 Dollar - dafür hat man sehr gute Arbeit geleistet. Die Darsteller wirken blass, die Effekte sind teilweise blutig, wenn auch nicht sehr übertrieben, wie in manchen aktuellen Filmen. Dazu gibt es viel schwarzen Humor, ein gutes frisches Konzept - was will man mehr. The Signal ist sicher kein Meisterwerk, doch der Film ist definitiv gut für einen unterhaltsamen Horrorabend. Ein wenig aufpassen sollte man aber - sonst verpasst man die Wandlungen der Charakter und einige Zeitsprünge....

7,5/10 Punkten

Diese Kurzbesprechung bezieht sich auf die Keine Jugendfreigabe Version des Films.

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Beitrag erstellt von GELOESCHT12670 am 11.09.2008 23:05:00

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